Abstand
Du kommst für ein paar Minuten weg von Bildschirm, Aufgabe oder Arbeitsplatz.
Die Pausenzigarette war oft mehr als Nikotin: Sie bedeutete Unterbrechung, Luft, Abstand, Gespräch oder ein paar Minuten ohne Anforderungen. Deshalb musst du nicht die Pause abschaffen – sondern ihre Funktion von der Zigarette lösen.
Eine Raucherpause bringt mehrere Funktionen zusammen: Arbeit unterbrechen, den Platz wechseln, kurz nach draußen gehen, mit anderen reden oder allein sein. Wenn das oft gemeinsam mit Rauchen passiert ist, kann später schon der Pausenbeginn zum Rauch-Trigger werden.
Du kommst für ein paar Minuten weg von Bildschirm, Aufgabe oder Arbeitsplatz.
Du musst kurz nichts leisten und darfst bewusst unterbrechen.
Die Rauchergruppe kann auch Gespräch, Zugehörigkeit und Informationsaustausch bedeuten.
Uhrzeit, Kaffee, Tür, Raucherplatz oder Kolleginnen und Kollegen können feste Auslöser geworden sein.
Lege den Ablauf möglichst vor der Pause fest. So musst du nicht erst entscheiden, wenn der alte Rauchimpuls schon da ist.
Eine gute Alternative muss nicht wie Rauchen aussehen. Sie muss den Grund treffen, warum du gerade überhaupt Pause machen willst.
Geh kurz ans Fenster, trink etwas langsam oder sitze zwei Minuten ohne Bildschirm und ohne Aufgabe.
Ein kurzer Gang, ein paar Treppen oder bewusstes Strecken schaffen einen klaren körperlichen Wechsel.
Such Gespräch bewusst außerhalb des Rauchplatzes oder geh mit einer Person kurz eine rauchfreie Runde.
Gerade am Arbeitsplatz kann Rauchen mit Gesprächen, Zugehörigkeit und informellem Austausch verbunden sein. Deshalb braucht die neue Pause manchmal nicht nur eine Ersatzhandlung, sondern auch eine neue soziale Lösung.
Wenn dich Rauch und angebotene Zigaretten nicht zu stark triggern, kannst du Kontakt behalten und bewusst Abstand zum Rauchplatz halten.
Ein vorbereiteter Satz reicht: „Nein danke, ich rauche nicht mehr.“ Du musst deinen Rauchstopp nicht erklären.
Wenn die Rauchergruppe aktuell zu stark triggert, plane vorübergehend bewusst eine andere Pause.
Ein fester Satz ist im kritischen Moment leichter abrufbar als ein allgemeiner guter Vorsatz.
… hole ich zuerst Wasser oder Tee und nehme keine Rauchutensilien mit.
… entscheide ich vorher, ob ich mit Abstand mitgehe oder heute eine andere Pause mache.
… behalte ich die Pause, aber ändere Ort und Handlung. Die Pause bleibt – die Zigarette geht.
… öffne ich sofort meine Akuthilfe statt am Rauchplatz weiter zu verhandeln.
Wenn Pausen regelmäßig zu deinen schwierigsten Rauchmomenten gehören und du mehr vorbereitete Akuthilfen griffbereit haben möchtest, passt das Notfallkit hier am besten.
Notfallkit ansehenFachinformationen zum Rauchstopp beschreiben ausdrücklich, dass Rauchen den Alltag strukturieren und Auszeiten markieren kann. Nach dem Rauchstopp müssen genau diese Funktionen neu besetzt werden.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit beschreibt die Raucherpause als kurzfristige Unterbrechung des Arbeitsalltags. Nach dem Rauchstopp geht es darum, diese Funktion durch andere Formen von Pause und Entspannung zu ersetzen.
Die CDC nennt Pausen ausdrücklich als eine alltägliche Routine, die mit Rauchen verknüpft sein kann. Beim Rauchstopp geht es deshalb auch darum, solche Routinen ohne Zigarette neu zu gestalten.
Weil die Zigarette oft nicht nur mit Nikotin, sondern auch mit Unterbrechung, frischer Luft, Abstand von der Arbeit, sozialem Kontakt oder Belohnung verbunden war. Dadurch kann schon der Beginn einer Pause Rauchverlangen auslösen.
Behalte die Pause, aber ändere ihren Ablauf. Hol dir zum Beispiel Wasser oder Tee, wechsle den Ort, geh kurz, strecke dich oder sprich mit jemandem außerhalb des Rauchbereichs. Wichtig ist, dass die neue Handlung sofort zu Beginn der Pause startet.
Entferne dich vom Rauchplatz, nimm keine Zigaretten oder Feuerzeug mit, trink etwas und beginne eine kurze Ersatzhandlung. Bei starkem Rauchverlangen kannst du den 3-Minuten-Timer oder die Rauchverlangen-Notfallkarte nutzen.
Wenn die Rauchergruppe oder der Rauchplatz sehr stark triggert, kann vorübergehend mehr Abstand helfen. Ziel ist aber nicht, auf Pausen oder soziale Kontakte zu verzichten, sondern neue rauchfreie Pausenwege aufzubauen.
Diese Seite behandelt Pausen allgemein – kurze Arbeitsunterbrechungen, Kaffeepausen oder kleine Auszeiten. Die Seite zur Mittagspause konzentriert sich speziell auf Essen, längere Pausen und den Übergang nach dem Mittagessen.
Mach aus einer Zigarette nicht automatisch einen ganzen Rauchtag. Stoppe die nächste Zigarette möglichst früh und nutze die Seite Eine Zigarette geraucht – was nun? für den unmittelbaren nächsten Schritt.
Erholung, Luft, Bewegung und Kontakt dürfen bleiben. Nur die alte Verknüpfung mit der Zigarette wird Schritt für Schritt ersetzt.
